Searchmetrics Glossar: das Lexikon für SEO und Content Marketing

Blocker

Als Blocker werden üblicherweise Popup-Blocker bezeichnet, die das Anzeigen von Werbefenstern im Browser verhindern. Man könnte demnach auch von Werbeblockern sprechen. Manchmal wird auch die sogenannte robots.txt als Blocker bezeichnet.

Popup-Blocker

Popup-Blocker existieren meist in Form eines Browser-Plugins bzw. Browser-Extensions für Firefox, Internet Explorer oder Google Chrome. Mozilla hat bereits standardmäßig einen Popup-Blocker eingerichtet, der einen Großteil von Werbebannern blockiert. Alternativ bieten auch sogenannte Toolbars, die im Browser installiert werden, einen Blocker für Popups. Ein sehr bekannter Werbeblocker ist z.B. AdBlock Plus. Mit zusätzlichen aktualisierbaren Filtern kann eine Vielzahl aktueller Werbefenster anhand von sogenannten „Blacklists“ blockiert werden. Über die Whitelist können Ausnahmen hinzugefügt werden.

Neben Browsern können auch Virenschutzprogramme mit Blockern arbeiten, die das Anzeigen von Werbebannern oder Displaywerbung verhindern. Wer noch ein älteres Betriebssystem wie Windows XP verwendet, muss den Popup-Blocker für den Internet Explorer nachträglich installieren und einrichten.

Robots-Blocker

Wer möchte, dass seine Website vor Spam-Crawlern oder bestimmten Suchmaschinenrobots geblockt wird, kann dies über die robots.txt-Datei tun. Dort werden mit Hilfe von einfachen Befehlen Robots geblockt oder zum Crawlen der Inhalte explizit zugelassen. Zum Erstellen einer robots.txt-Datei werden sowohl der User-Agent eines Robots als auch die Angabe der Dateien benötigt, die nicht gecrawlt werden sollen.

Ein Beispiel für einen solchen Befehl wäre:
User-agent: Googlebot
Disallow: /Ordner1/

In diesem Fall dürfte der Googlebot den Ordner 1 nicht crawlen.

Die in der robots.txt hinterlegten Befehle sind jedoch nur Anweisungen. Ob ein Bot diese befolgt, kann nicht immer nachvollzogen werden, da manche Bots auch mit anderen User-Agents auf die Seite zugreifen können. Welche Suchmaschinenspider die eigene Website besucht haben, lässt sich anhand eines Logfiles ablesen.

Vor- und Nachteile eines Popup-Blockers für den Internauten

Wer einen Popup-Blocker verwendet, kann das Internet nahezu frei von störenden Werbebannern nutzen. Da vor allem viele Informationsseiten im Netz mit Display-Werbung in Form von Bannern monetarisiert werden, kann bei einem Seitenaufruf oftmals mehr als ein Banner eingeblendet werden, was die Nutzererfahrung beschränken kann. Wird das Laden von Bannern und Popups verhindert, kann sich zusätzlich die Ladezeit verringern, was wiederum zu einer besseren User Experience führt.

Nachteilig kann ein Werbeblocker dann sein, wenn er wichtige Popups blockiert, die z.B. aus Sicherheitsgründen für die Anmeldung auf einer Website oder für Zahlungsvorgänge genutzt werden. In diesem Fall muss der User die betreffende Seite im Filter als nicht zu blockieren hinterlegen. Dann lassen sich alle Funktionen problemlos nutzen. Affiliates, Publisher und Advertiser, die ihre Einnahmen u.a. auch durch Klicks auf Popups erzielen, haben durch die steigende Verwendung von Popup-Blockern z.T. sinkenden Einnahmen. Sie arbeiten und verwenden dann meist neue Methoden für Werbeanzeigen, die von Blockern noch nicht ermittelt und verhindert werden können. Ein Beispiel hierfür sind Tooltipps in Form von Werbebannern, die sich beim Mouseover über bestimmten Schlüsselbegriffen öffnen oder Banner, die nicht als JavaScript im Quellcode hinterlegt werden.

Wie funktioniert ein Popup-Blocker?

Ein Popup-Blocker analysiert JavaScript-Codes, die verantwortlich für das Öffnen von neuen Fenstern im Webbrowser sind. Dabei ermittelt der Blocker ganze Code-Blöcke, die beim Seitenaufruf neue Fenster öffnen, ohne dass der User hierfür einen Befehl durch einen Klick auf einen Button oder einen Link gegeben hat. Hat der Blocker die betreffenden JavaScript-Dateien gefunden, wird deren Ausführung verhindert. Verwendet der Popup-Blocker einen Proxyserver, wird die Anfrage zum Öffnen des JavaScripts gar nicht erst weitergeleitet. Eine Liste mit zu blockierenden Elementen dient zusätzlich als Grundlage für die zuverlässige Arbeit des Popup-Blockers.

Was muss ich als SEO beachten?

Für SEOs sind aktivierte Popup-Blocker bei der Analyse einer Zielseite meist hinderlich. Denn dann können sie weder den übermäßigen Einsatz von Bannerwerbung oder LayerAds entdecken noch erkennen, wofür eine Website wirbt. So bewerten Suchmaschinen wie Google Websites mit übermäßiger Werbung eher negativ. Wer demnach einen Link von einer reinen Werbeseite erhält, beeinträchtigt zum einen seine Reputation und zum anderen den Trust seines Webprojekts.

Für SEAs sind Popup-Blocker ebenfalls hinderlich beim Targeting. Denn Sie können dann weder sehen, wo der gebuchte Werbeplatz sein wird, noch wissen sie, welche anderen Mitbewerber evtl. schon auf den vorhandenen Werbeplätzen gebucht haben.

F