Universal Search in den Suchergebnissen von Google Deutschland

Berlin, 28. Mai 2014_ Seit 2007 zeigt Google in den Ergebnislisten nicht mehr nur eine reine Auflistung von Links an, sondern bindet Boxen mit weiteren Medien ein, die zusätzlich zu den organischen Suchergebnissen erscheinen. Diese als „Universal Search“ bekannten Integrationen – beispielsweise Videos, Bilder, Maps, Shopping-Ergebnisse oder News – haben je nach Userintegration auch höhere Klickraten. Grund genug für Searchmetrics, den Pionier und führenden Anbieter für Inbound Marketing-Dienstleistungen, auch in diesem Jahr die Universal-Search-Integrationen in den deutschen Google-Suchergebnissen zu analysieren.Für die Folgeuntersuchung zur Studie aus dem Vorjahr wurden Daten auf der Jahresbasis für das gesamte Jahr 2013 erhoben. Die gesamte Analyse basiert auf der Grundlage von Suchergebnissen für mehrere Millionen Keywords. Datenbasis waren in der Regel die ersten fünf Suchergebnisseiten von Google Deutschland.

Auch 2013 gab es wieder ordentlich Bewegung unter den Universal-Search-Integrationen: Generell zeigt sich, dass Google die Einblendung von Integrationen wieder stärker hochfährt. Nachdem der Anteil von Keywords mit mindestens einer Integration 2012 noch gesunken war (Januar 2012: 77%; Dezember 2012: 70%), stieg die Quote in diesem Jahr um etwa 7% an. Im Januar sank der Anteil noch einmal weiter auf 66%, stieg dann aber bis Dezember wieder auf 73%. „Das kann unter anderem mit Entwicklungen wie der Umgestaltung der Shopping-Integrationen (jetzt als PLAs), der Evolution des Knowledge Graphs und nicht zuletzt mit dem neuen Google Hummingbird Algorithmus zu tun haben“, erklärt Marcus Tober, Geschäftsführer und Unternehmensgründer von Searchmetrics.

Mit Blick auf die einzelnen Integrationen gibt es eindeutige Gewinner und Verlierer

  • Die häufigste Integrationsart nach Gesamtzahl sind Bilder. Trotz leichter Abnahme liegt der Anteil an Bildern proportional noch immer bei etwa 50% aller Universal-Search-Elemente. Wenn die organischen Suchergebnisse mit Bildern angereichert werden, sind es meist mehrere – auch wenn diese nun teilweise direkt im Knowledge Graph angezeigt werden.
  • In Bezug auf den Keyword-Anteil je Integration nehmen Video-Integrationen kontinuierlich zu, aber nur noch jedes zweite Video in den organischen Suchergebnissen stammt von YouTube. Auch wenn die Google-Dominanz etwas sinkt, ändert das wenig an der Marktsituation: In der Gesamtanalyse stellt YouTube noch immer etwa 50% aller Video-Integrationen (2012: 70%).
  • (Google-)Shopping ist DER Gewinner im Jahr 2013. 2012 sah das noch ganz anders aus, da hatte diese Integration am meisten Boden verloren. Während die Anteile und Werte in der ersten Jahreshälfte noch stark schwankten, zeigte die zweite Jahreshälfte einen deutlich ausgeprägten Trend zu mehr Shopping-Integrationen. Gab es 2012 bereits eine deutliche Bevorzugung der Google-eigenen Listings – läuft der Shopping-Sektor mittlerweile ausschließlich über Product Listing Ads (PLA) komplett über Google-Seiten.
  • Maps- und News-Integrationen dagegen zeigten keine aussagekräftigen Entwicklungen: Zur Jahresmitte mit positiven Wachstumswerten gemessen, fielen diese Werte gegen Jahresende wieder ab. Auch die Diversität der Suchergebnisse nimmt anscheinend ab: Während die Anzahl der Newsquellen zunächst leicht anstieg, fiel die Zahl ungefähr mit dem Release des Hummingbird Algorithmus’ wieder.

Auch wenn Bilder nach wie vor die häufigste Universal-Search-Integration darstellen, ist die Tendenz insgesamt leicht fallend. Ein Grund dafür könnte mit der immer häufigeren Abwanderung der Bilder von ihrem ursprünglichen Platz zwischen den organischen Suchergebnissen in den Knowledge Graph zu tun haben. „Dort werden sie nicht mehr nur nebeneinander, sondern teilweise in verschiedenen Größen und auch übereinander angeordnet“, erklärt Marcus Tober weiter. „Dadurch ist weniger Platz vorhanden, womit der leichte Rückgang erklärbar wäre. Auffallend ist auch, dass der größere Abwärtstrend ungefähr im Juli einsetzt, was im Zusammenhang mit dem Hummingbird-Algorithmus stehen könnte, der wiederum eng mit der Evolution des Knowledge Graphs und dem Konzept von Entitäten verknüpft ist.“

Ausführlichere Informationen zu den einzelnen Segmenten sowie Schaubilder und zusätzliches Zahlenmaterial liefert das umfassende Whitepaper zur Studie. Dieses und die dazugehörige Infografik kann auf Wunsch in der neuen Knowledge Base von Searchmetrics abgerufen werden.

In der vergangenen Woche startete Google übrigens den Roll-out des vierten Panda-Updates, das Webseiten mit schlechtem Content und Spam ins Visier nimmt. Bereits kurz nach dem Roll-out hat sich Searchmetrics mit den Gewinnern und Verlierern von Panda 4.0 beschäftigt. Eine erste Analyse der Gewinner und Verlierer mit ergänzenden Hintergrundinformationen können Interessierte im Unternehmens-Blog nachlesen.

Darüber hinaus können Unternehmen mit der Unterstützung von Searchmetrics auch ihre eigenen Webseiten auf ein mögliches Gefährdungspotenzial untersuchen lassen: Das „Panda-Abwehr-Aktionspaket“ beinhaltet fünfmal wöchentlich aktualisierte Rankings zur tagesaktuellen Beobachtung der Panda-Auswirkungen und Veränderungen in den organischen Suchergebnissen sowie tiefgründige Link-Analysen und ein komfortables Taskmanagement. Ausführliche Informationen zum einmaligen Aktionspaket gibt es hier.

 

* Über die Studie
Die Daten wurden auf Jahresbasis für das gesamte Jahr 2013, von Januar 2013 bis Dezember 2013, erhoben. Die vorliegende Analyse basiert auf der Grundlage von Suchergebnissen für mehrere Millionen Keywords. Datenbasis waren in der Regel die Anzeigen der ersten fünf Suchergebnisseiten – bei einigen Detailanalysen auch nur die vorderen SERPs. Weil sich die Integration einzelner Medienelemente aufgrund der Suchmaschinenhistorie in der ihrer Relevanz stark voneinander unterscheiden, konzentrierte Searchmetrics die Tiefenanalyse auf die folgenden Integrationsformen: Videos, Bilder, Maps, Shopping und News.

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