Das SEO Glossar von Searchmetrics: SEO. Von A bis Z.

Meta Description

Die Meta Description (dt. Seitenbeschreibung) gehört zu den sogenannten „Meta Tags“ bzw. Metadaten einer Webseite. Mit dieser Metaangabe können Webmaster den Inhalt einer Webseite kurz skizzieren. Die für eine Internetseite hinterlegte Seitenbeschreibung wird üblicherweise dann angezeigt, wenn die Seite zu einer bestimmten Suchanfrage in den SERPs als Snippet gelistet wird.

Nachdem die Meta Description – oder eher die darin hinterlegten Keywords – früher einmal zu den Ranking-Faktoren gehörte, spielt sie heute vielmehr bei der Snippet-Optimierung eine Rolle und kann bei guter Ausführung Traffic und CTR (= Click-Through-Rate) erhöhen, weil sie im Idealfall den User dazu animiert, auf das Suchergebnis zu klicken.

Als keywordlastige Meta-Angaben noch rankingrelevant waren

Die Kriterien, die Suchmaschinen für das Ranking einer Website heranziehen, werden immer differenzierter und immer komplexer. In den Anfangszeiten der Internetsuche, also zu Beginn der 2000er-Jahre, wurden aus diesem Grund vor allem die Meta Tags einer Website für das Ranking herangezogen. Eines der wichtigsten Elemente zur Optimierung einer Website war hier die Meta-Description. Sie konnte bedenkenlos mit relevanten Keywords „gestopft“ werden, vergleichbar mit dem Seitentitel oder dem Content selbst.

Relativ spät, im Jahr 2009, stellte Google klar, dass sowohl die Meta Keywords als auch die Meta-Description keinen entscheidenden Einfluss mehr auf das Ranking hätten. Denn durch die massive Verwendung von Schlüsselbegriffen wurde im Laufe der frühen SEO-Jahre zugunsten der Manipulation immer weniger Mehrwert für User entwickelt, kurz: Spam.

Wenn heute noch einige „Suchmaschinenoptimierer“ in ihren Dienstleistungen die Optimierung von Meta-Descriptions als Rankingkriterien bezeichnen, ist dies schlicht falsch.

Was nützt die Seitenbeschreibung dann noch?

Auch wenn die heutigen SERPs durch Rich-Snippets kontinuierlich angereichert werden, hat die Meta Description als erster Kontaktpunkt für potentielle Besucher nur wenig an Bedeutung verloren. Denn sie ist das, was die User sehen, wenn sie einen Suchbegriff über die organische Websuche eingegeben haben. Folglich sollte die Gestaltung der Meta Description nicht willkürlich erfolgen. So kann eine gut formulierte Seitenbeschreibung zum Klick auffordern, und das selbst dann, wenn die betreffende Seite nicht in den Top3 bei Google gelistet wird.

Auf den Punkt gebracht: Die Meta Description ist das erste Aushängeschild, das eine Website über die organischen Suchtreffer zeigen kann. Sie kann die Klickrate sowie auch den Traffic beeinflussen.

Da die CTR offensichtlich von Google u.a. auch herangezogen wird, um die Relevanz einer Webpage in den SERP zu beurteilen, könnte man die Meta Description lediglich als einen indirekten Ranking-Faktor begreifen.

Wie sieht die optimale Meta Description aus?

Die Foren im Web sind voll mit Tipps für die optimale Meta Description. Fest steht auf jeden Fall, dass die Länge für den Beschreibungstext etwa 150 Zeichen inklusive Leerzeichen umfasst. Ist die Description länger, wird sie durch “…” gekürzt bzw. abgebrochen. Ähnlich wie bei einem Tweet müssen demnach auf diesem eingeschränkten Platz alle wichtigen Informationen zur Zielseite untergebracht werden, und zwar so, dass der User darauf aufmerksam wird und zum Klick angeregt wird.

Noch weniger Platz steht zum Texten zur Verfügung, wenn im Snippet noch Bewertungen oder Angaben zum Preis hinterlegt werden. Dies gilt es beim Verfassen der Beschreibung ebenfalls zu beachten.

 

Was sind Beispiele für eine gute Meta Description?

Nehmen wir doch direkt die Seitenbeschreibung für die Seite, die Sie gerade lesen:

Meta Description:
“Die Meta Description (Seitenbeschreibung) gibt den Inhalt einer Webseite in Kurzform wieder und wird als Teaser in Suchmaschinen angezeigt (ca. 150 Zeichen).”

Auch hier besteht sicher noch Optimierungspotenzial, da die ideale Zeichenzahl leicht überschritten wird. Oft bietet es sich zudem an, eher zwei bis drei kurze Sätze zu verwenden als einen längeren Satz. Die Aufmerksamkeitsspanne eines Users in den SERPs ist kurz und sucht nach prägnanten Aussagen. So sollte idealerweise auch die Meta-Description aussehen.

Wichtig: Wenn Google selbst die vorhandene Meta Description in Bezug zur Suchanfrage für wenig aussagekräftig hält, kann es vorkommen, dass die Suchmaschine eine eigene Beschreibung aus vorhandenen Versatzstücken zusammenstellt. Wer dies verhindern möchte, sollte sich also beim Verfassen der Meta-Description Mühe geben, damit diese den Inhalt der Zielseite adäquat wiedergibt. Und dass die Description das potentielle Keyword enthält. Ist dies nicht der Fall, wird sich Google fast immer eine Textstelle auf der Seite suchen, in der das Keyword genannt wird.

Sonderfall noodp – heute ein Relikt

Ein Relikt aus der Suchmaschinenoptimierung ist das sogenannte noodp-Tag. Damit können Webmaster in den Metaangaben der Website bestimmen, dass für die Anzeige der Meta Description in den Snippets nicht die Beschreibung aus dem DMOZ-Verzeichnis übernommen wird.

Zum Hintergrund: Als Google und andere Suchmaschinen bei weitem nicht so stark frequentiert waren und nicht so effizient arbeiteten wie heute, beruhte ein Großteil der im Netz erhältlichen Informationen auf sogenannten Webverzeichnissen. Das größte und unabhängigste seiner Art ist bis heute DMOZ. Für Suchmaschinen, darunter vor allem Google, war die dort hinterlegte Beschreibung einer Website eine vertrauenswürdige Angabe, die dann auch direkt für das Suchsnippet anstelle der Meta Description übernommen wurde, sofern diese nicht hinterlegt war.

Wer heute ausschließen möchte, dass eine Seitenbeschreibung aus dem moderierten DMOZ-Verzeichnis für das Snippet übernommen wird, kann dies folgendermaßen im Quellcode kenntlich machen:

<meta name=’robots’ content=’noodp’>
<meta name=’msnbot’ content=’noodp’>
<meta name=’GoogleBot’ content=’noodp’>