Online-Konkurrenz und Online-Wettbewerb

Im Bereich Suchmaschinenoptimierung bezeichnet man alle Websites als Konkurrenz, die zu dem gleichen Thema in den Google-Suchergebnissen ranken. Daher ist die Analyse des Wettbewerbs ein wichtiger Bestandteil im Online Marketing und im SEO. Alle Infos zur Online-Konkurrenz und zur Online-Wettbewerbsanalyse im Searchmetrics Glossar.

Online-Konkurrenz – Grundlagen

Im Bereich Suchmaschinenoptimierung bezeichnet man als Konkurrenz alle Websites, die für den gleichen Suchbegriff gefunden werden wollen. Dies können branchengleiche oder auch branchenfremde Unternehmen sein. Beispiel für Online-Konkurrenz:

  • Eine Website bietet verschiedene Kaufberatungen für Haushaltsprodukte an, zum Beispiel Akku-Staubsauger. Dann können Online-Konkurrenten z. B. die entsprechenden Landingpages von Websites wie Amazon, Elektronik-Fachmärkte, Stiftung Warentest, andere Produkt-Vergleichsportalen, Blogs sowie eventuell Publisher mit Nachrichten zum Thema sein.
  • Ein Friseur in Karlsruhe bietet unter anderem Beratung im Bereich Kosmetik an. Daher ist seine Website z. B. unter dem Suchbegriff „Karlsruhe Kosmetik“ zu finden. Unter dem gleichen Suchbegriff findet man auch eine Drogerie, die in Karlsruhe Kosmetikartikel verkauft. Für diesen Suchbegriff sind die beiden Firmen daher Konkurrenten.

Warum ist dies wichtig? Je höher das Ranking einer Domain mit ihren jeweiligen Landingpages bei Google für das relevante Keyword Set ist, desto mehr organischen Traffic kann diese Domain generieren. Dieser Traffic kann dann in Sales oder Leads konvertieren. Ziel jeder Website, die ihren Fokus auf Organic Search legt, ist also, möglichst viele Online-Konkurrenten hinter sich zu lassen und besser zu ranken.

Ziele einer Online-Wettbewerbsanalyse

Eine präzise Wettbewerbsanalyse sollen die Stärken, Schwächen und Potenziale der eigenen Domain offenlegen. Um online mehr Traffic und Umsatz zu generieren, hat eine SEO-Wettbewerbsanalyse 3 Ziele:

  1. Online-Markt analysieren: Die Wettbewerbsanalyse zeigt, wie der relevante Online-Markt strukturiert ist, welche Konkurrenz es gibt und wie wo die eigene Position im Markt ist.
  2. Potenziale aufdecken: Die Wettbewerbsanalyse ermöglicht das Aufdecken von eigenen Potenzialen im Hinblick auf bislang nicht abgedeckte Themengebiete sowie Nutzerinteressen.
  3. Website optimieren: Mithilfe der Wettbewerbsanalyse sollen eigene Landingpages so optimiert werden, dass die Online-Konkurrenz im Ranking überholt werden kann.

Online-Konkurrenz unterscheidet sich häufig vom Offline-Wettbewerb

Häufig unterscheidet sich der Ansatz bei einer Analyse des Online-Wettbewerbs grundlegend nach der Art der Unternehmung. Offline-Unternehmen oder Webprojekte, die gelauncht werden sollen, sollten sich zunächst mit der Art der Online-Konkurrenz vertraut machen; bereits bestehende Websites versuchen dagegen, mithilfe einer Wettbewerbsanalyse vor allem das Optimierungspotenzial im Hinblick auf Traffic, Sales und Leads auszuschöpfen.

  • Konkurrenz-Analyse für Offline-Unternehmen oder neue Web-Projekte: Unternehmen, die bislang vor allem ihre Sales im stationären Handel generiert haben, müssen ihre Vertriebsstrukturen nach und nach umstellen. Der E-Commerce-Handel wächst mit rund 15 Prozent pro Jahr deutlich schneller als der stationäre Handel. Online gibt es vor allem im E-Commerce eine deutlich größere Bandbreite an Konkurrenz: Shops und E-Commerce-Anbieter stehen im Wettbewerb mit Produktvergleichen, Kaufberatungs-Seiten, News-Magazinen, Blogs, Foren und vielen mehr. Auch vor dem Launch eines neues Web-Projektes ist die vorige Analyse der Google-Wettbewerber und der Ranking-Konkurrenten elementar für den späteren Erfolg des Projekts.
  • Konkurrenz-Analyse für bestehende Websites: Bei einer Wettbewerbsanalyse für Websites wird zunächst der aktuelle Stand der Website im Hinblick auf den relevanten Online-Markt und die relevanten Online-Wettbewerber untersucht, bevor erkannte Potenziale ausgeschöpft und die Website optimiert und erweitert werden kann.

SEO-Wettbewerbsanalyse – Kurzanleitung

Eine SEO-Wettbewerbsanalyse kann aus vielen Teilbereichen bestehen. Einige Grundprinzipien sollen in diesem Glossar-Beitrag vorgestellt werden. Mithilfe von Software-Lösungen wie der Searchmetrics Research Cloud können diese Daten schnell für jede Domain ermittelt werden.

  1. Online-Konkurrenz und eigene Marktposition identifizieren: Zunächst sollte die eigene Position im relevanten Online-Markt und die wichtigsten Online-Konkurrenzseiten ermittelt werden.
  2. Marktchancen und Wachstumspotenziale erkennen: Die Analyse einzelner Wettbewerber kann genauere Aufschlüsse darüber geben, welche Themen-Segmente die Konkurrenz besser abdeckt – hier kann sich die Optimierung anschließen.
  3. Eigene Website optimieren: Mithilfe der Konkurrenz-Analyse können Themen, bei denen der Wettbewerb besser rankt, für die eigene Website optimiert werden.
  4. Neue Themengebiete erschließen: Zudem können Aufschlüsse darüber gewonnen werden, welche Themen-Segmente die eigene Domain noch gar nicht behandelt – hier kann sich die Website-Erweiterung anschließen, etwa durch die Darstellung neuer Angebote und Themen-Cluster.
  5. Backlink-Analyse der Konkurrenz: Je kompetitiver ein Online-Markt, desto wichtiger sind qualitativ hochwertige Links von themenrelevanten, autoritativen Websites für ein Top-Ranking. Mithilfe der Analyse der Backlinks der Online-Konkurrenz können spezifische Wettbewerber-Strategien beim Linkaufbau aufgedeckt werden, die eventuell adaptiert werden können.