Searchmetrics Glossar: das Lexikon für SEO und Content Marketing

Website

Eine Website ist eine Sammlung an HTML-Dokumenten, die als einzelne Webseiten über jeweils eine URL mit einem Client wie einem Browser im Web abgerufen werden kann. Neben klassischen Inhalten wie Texten können Internetseiten auch Bildmedien wie Fotos oder Videos, aber auch andere Dateien enthalten. Darüber hinaus bieten Webanwendungen für Nutzer die Möglichkeit, mit einer Website zu interagieren. Die Unterseiten einer Website werden korrekterweise als Webseiten bezeichnet. Im Alltagsgebrauch werden jedoch Website und Webseite meist synonym gebraucht. Alternative Begriffe sind Homepage oder Internetseite.

Die Entstehung der Websites

Im Jahr 1990 wurde die erste Website der Welt von einem Mitarbeiter des CERN-Forschungsprojekts in Genf online gestellt. Nur drei Jahre später startete das World Wide Web mit Websites, die von überall auf der Welt über eine Internetverbindung aufgerufen werden konnten.
Die ersten Websites bestanden fast ausschließlich aus Texten und nur wenigen Bildern. Im Zuge der Kommerzialisierung des Internets und der Ausweitung der Bandbreite von Internetverbindungen wurden Websites immer komplexer. Durch die zunehmend mobile Nutzung des Internets hat sich jedoch wieder ein Trend zur Vereinfachung beim Design entwickelt.

Heute gibt es weltweit über 1,3 Milliarden Websites, von einer kleinen eigenen Homepage mit nur einer URL, wie man sie mit einem Homepage-Baukasten erstellen kann, bis hin zum komplexen, professionell erstellten Online-Shop mit vielen tausend Unterseiten. Ein großer Teil der auf der ganzen Welt genutzten Internetseiten ist jedoch nicht über öffentliche Netzwerke erreichbar. Dies sind einerseits firmeninterne Intranets und andererseits dem sogenannten “Dark Web”, das nur mit bestimmten Browsern erreichbar ist. Die tatsächliche Zahl an Websites könnte demnach schon längst die Grenze der oben genannten 1,3 Milliarden überschritten haben.

Der weltweite Traffic im Zusammenhang mit Websites erzeugt eine tägliche Datenmenge von mehr als vier Milliarden Gigabyte.

Aufbau einer Website

Eine Website besteht heute meist aus mehreren Webseiten (engl. Web Pages). Diese Webseiten sind HTML-Dokumente, die in einem Verzeichnis auf einer Domain hinterlegt werden. Die Domain ist dabei nicht zu verwechseln mit der Website. Die Domain entspricht der Internetadresse, über welche die Inhalte der Website abgerufen werden können.

HTML ist keine Programmier- sondern eine Seitenbeschreibungssprache: Im Code wird definiert, welches Element an welcher Stelle wie angezeigt werden soll. So wird beim Design einer Webseite kein Bild für die gesamte Seite verwendet, vielmehr wird im Code definiert, wie die Schrift, die Farben und natürlich auch mögliche Bilder oder Videos angeordnet werden – abhängig davon, mit welchem Gerät (z.B. Desktop-Rechner oder Smartphone) darauf zugegriffen wird. Dies wird dann Responsive-Design genannt.

Die einzelnen Webseiten einer Website sind in Verzeichnissen angelegt, die jeweils eine eigene URL bilden. Gibt ein Nutzer diese URL ein, kann er die gewünschte Webseite aufrufen. Die URL für die einzelnen Webseiten wird auch von der Suchmaschine gespeichert und im sogenannten “Such-Snippet” mit Elementen wie Meta Description, Meta Title oder Rich Snippets in den Suchergebnissen als klickbarer Link angezeigt.

Websites erstellen

Eine eigene Homepage kann grundsätzlich mit Hilfe eines einfachen Texteditors erstellt werden. Darin können Nutzer HTML-Elemente einfügen. Diese HTML-Datei wird anschließend auf einen Server in ein Verzeichnis einer Domain hochgeladen. Auf diese Weise kann ein Client die Website mit deren Inhalten über das Web abrufen.

In einem HTML-Dokument können Pfade zu weiteren Dateitypen enthalten sein, wie z.B. CSS-Dateien oder JavaScript-Dateien. Sie erhöhen die Funktionalität oder können das Layout einer Website beeinflussen.

Viele Webmaster lassen heute keine individuellen Websites programmieren, sondern greifen entweder auf einen sogenannten “Homepage-Baukasten” zurück oder sie nutzen sogenannte “CMS”, d.h. Content-Management-Systeme. Dabei handelt es sich um Programme, mit deren Hilfe Unternehmen Webseiten einfach und professionell erstellen können. Zu den gängigsten CMS gehören Anbieter wie WordPress, Joomla! oder Wix.

Arten von Websites

Im World Wide Web gibt es ganz unterschiedliche Typen von Websites.

  • Blogs: Dabei handelt es sich um die häufigste Form von Websites im Netz. Wer heute eine eigene Website erstellen möchte, nutzt meist die Form des Blogs. Ein Blog zeichnet sich in seiner ursprünglichen Form dadurch aus, dass ein privater Nutzer seine subjektive Sicht auf Sachverhalte aufschreibt und in seinem Blog veröffentlicht. Heute werden Blogs für ganz verschiedene Zwecke genutzt. So haben Unternehmen häufig eigene sogenannte “Corporate Blogs”, bei denen Mitarbeiter über firmenrelevante Themen schreiben.
  • Online-Shops: Ein Webshop ist eine Website, die für das Online-Shopping konzipiert wurde. Die Seite liefert nicht nur Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen, sondern bietet Kunden die Möglichkeit, diese Artikel online zu kaufen oder zu bestellen.
  • Webverzeichnisse: In der Frühzeit des kommerziellen Internets waren Suchmaschinen noch nicht so effizient wie heute. User verwendeten deshalb häufig sogenannte “Webverzeichnisse“, um Internetseiten zu einem bestimmten Thema überhaupt zu finden. Heute spielen Webverzeichnisse eher eine untergeordnete Rolle, da sie häufig auch für Suchmaschinen-Spam genutzt wurden.
  • Preisvergleichsportale: Diese Websites bieten Käufern die Möglichkeit, Preise für ein bestimmtes Produkt zu vergleichen.
  • Foren: In sogenannten Foren können sich Mitglieder anmelden und über selbst gewählte Themen online diskutieren.
  • News-Websites: Dabei handelt es sich in der Regel um die digitalen Formate klassischer Nachrichtenmagazine. Heute haben die digitalen Versionen eine deutlich höhere Reichweite als die Print-Ausgaben.
  • Soziale Netzwerke: Social Networks wie Facebook oder Twitter sind spezielle Websites, die Usern die Möglichkeit zum Austausch geben. Für die Nutzung dieser Portale ist keine eigene Domain nötig.

 

Nicht zu den klassischen Websites zählen zum Beispiel Apps, die auf Smartphones oder Computern genutzt werden. Sie sind vergleichbar mit Software, die auf einem Rechner installiert wird. Von dieser unterscheiden sie sich allerdings dadurch, dass sie in der Regel nur mit einer Internetverbindung nutzbar sind. Apps für Android-Geräte können im Rahmen von App Indexing mit eigenen URIs versehen und von Google indexiert werden. In dieser Form sind Apps wiederum vergleichbar mit klassischen Websites. Allerdings sind sie ausschließlich für mobile Endgeräte und nicht für Desktop-PCs konzipiert worden.

App-Indexing macht Apps in der mobilen Suche sichtbar.

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