Searchmetrics Glossar: das Lexikon für SEO und Content Marketing

Google Maps

Google Maps ist einer, wenn nicht der größte frei zugängliche und kostenlose Online-Kartendienst der Welt. Das Produkt gehört – wie die Suchmaschine Google – zum Alphabet-Konzern und bietet Nutzern viele verschiedene Services. Zum einen kann der Kartendienst zur eigenen Standortbestimmung verwendet werden, zum anderen bietet das Tool Navigationsmöglichkeiten. Mit Google Maps lassen sich Wege von A nach B finden. Dabei können Nutzer auswählen, ob sie sich zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem ÖPNV oder dem Auto fortbewegen.

Funktionen von Google Maps

Um den Standort eines Nutzers zu bestimmen, kann Google Maps sowohl auf GPS-Daten in Smartphones als auch Mobilfunkzellen zurückgreifen. Mit Hilfe der GPS-Navigation ist die Standortbestimmung genauer.

  • Standortbestimmung: Nutzer mit Smartphone können mit Google Maps ihre Position bestimmen. In der Regel wird dafür eine Internetverbindung benötigt.
  • Routenplaner: Google Maps kann verschiedene Routen anzeigen. Dabei greift das Tool auf unterschiedliche Daten zurück. Möglich sind Routen für Fußgänger, Fahrradfahrer, Autofahrer, Routen mit dem ÖPNV oder dem Flugzeug. Die Daten vom öffentlichen Verkehr und Fluglinien erhalten die “Maps” über eine spezielle API von den jeweiligen Dienstleistern.
  • Suche nach Geschäften, Restaurants oder Unternehmen: Die Maps funktionieren ähnlich wie eine herkömmliche Google-Suche, nur auf Karten und Gebiete bezogen.
  • Bewertung von Orten: Angemeldete Nutzer können Orte, Restaurants oder Unternehmen über Google Maps bewerten.
  • Integration in die Google-Suchergebnisse: Wenn Google-Maps-Daten in die Suchergebnisse integriert werden, erhalten Besucher Hinweise zu Öffnungszeiten oder zur Frequentierung von Orten. Ebenso werden Bewertungen anderer Besucher angezeigt.
  • Google Earth: Dabei handelt es sich um die Software des Kartendienstes, die als App oder Programm für den PC kostenlos heruntergeladen werden kann. Google Earth funktioniert ähnlich wie ein digitaler Globus mit Zoomfunktion. Nutzer können sich von der Außenansicht der Weltkugel bis in Ladengeschäfte hereinzoomen.
  • Google Street View: Dieser Dienst ermöglicht es, Orte schon vor dem eigentlichen Besuch am Bildschirm anzuschauen. Hierfür schickt Google regelmäßig eigene Autos durch die Straßen von Großstädten oder Regionen weltweit. Diese Kamerawagen nehmen jeden Straßenzug in 360 Grad auf.
  • Offline-Karten: Mit der App lassen sich die Karten auch offline nutzen. Die gewünschten Kartenausschnitte müssen zuvor heruntergeladen werden.
  • App für Android und iOS: Am häufigsten wird Google Maps mit der entsprechenden App auf Smartphones verwendet.

Entwicklung von Google Maps

Googles Online-Karte ist seit 2005 auf dem Markt. Gestartet wurde der Dienst mit Satellitendaten kommerzieller Anbieter. User können bis heute eine Karten-, Satelliten- oder Hybridansicht verwenden. Rund ein Jahr nach der Veröffentlichung von Google Maps war auch Deutschland kartographiert online.

Weitere Entwicklungsstufen:

2007: Seit diesem Jahr können Anwender mit Google Maps eigene Routen erstellen und diese ausdrucken. Seither ist das Tool auch für die Bestimmung des eigenen Standorts verwendbar. Im gleichen Jahr wurde Google Maps mit Daten aus dem öffentlichen Nahverkehr angereichert. So hatten User damals die Möglichkeit, in ausgewählten Städten Routen mit Bus oder Bahn inklusive Abfahrts- und Ankunftszeiten anzeigen zu lassen. Heute ist dieses Feature für viele Städte und Regionen weltweit verfügbar und fest im Tool implementiert.
2008: Google startet mit der Integration von Echtzeit-Verkehrsdaten in den Kartendienst. Diese Daten ermöglichen es zum Beispiel, hohes Verkehrsaufkommen auf der Straßenkarte darzustellen.
2009: Einführung der Turn-by-Turn-Navigation. Damit wurde Google Maps zum vollwertigen, onlinebasierten Navigationssystem.
2010: Start von Street View. Damit wurden nicht nur Straßen in Städten aufgenommen, sondern die Aufnahmen inklusive der Häuser können online angeschaut werden. Somit ist es nun möglich, Regionen und Städte weltweit zu virtuell zu bereisen.
2011: In diesem Jahr startete “Google Indoor”. Hierfür können Museen oder öffentliche Stätten die Innenräume kartographieren lassen. Somit können Anwender darin am Bildschirm navigieren und sich orientieren.
2012: Die Google Maps App ist für Apple-Geräte mit iOS verfügbar. Im gleichen Jahr beginnt Google, mit einer mobilen 360-Grad-Kamera die Welt zu bereisen. Das Ergebnis sind Reisen auf den Mount Everest oder durch Venedig, die es Menschen weltweit ermöglichen, auf “Abenteuerreise” am Bildschirm zu gehen.
2013: Google übernimmt den Kartendienst Waze.
2014: Der Alphabet-Konzern kauft Skyboy Imaging, einen Satellitendienst, der Aufnahmen von der Erde macht.
2016: Die Offline-Nutzung von Google Maps wurde nachhaltig optimiert. Somit ist die Navigation in anderen Ländern zum Beispiel ohne Roaming-Gebühren möglich. Voraussetzung für die Offline-Nutzung ist ausreichend Speicherplatz auf dem mobilen Endgerät.

Verbindung zwischen Google Maps und SEO

Google bezieht einen Großteil seiner Daten für Google Maps aus öffentlich zugänglichen Quellen. So werden zum Beispiel auch Daten zu Unternehmen oder Restaurants online gestellt, obwohl die betroffenen Firmen selbst nicht aktiv geworden sind.

Über die Plattform Google My Business haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre auf Google Maps veröffentlichten Daten zu pflegen und zu aktualisieren. Für die Nutzung brauchen Firmen ein gültiges Google-Konto. Mit Hilfe von Google My Business kann eine Suchmaschinenoptimierung (SEO) für lokale Suchanfragen betrieben werden. So lässt sich der Eintrag zum Beispiel mit Text anreichern, der relevante Suchbegriffe enthält. Gerade bei der lokalen Suche spielen die Einträge über Google My Business eine wichtige Rolle, da die ersten Suchtreffer bei Suchanfragen mit lokalem Bezug meist aus Google-Maps-Einträgen bestehen.

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